Schulberatung
     des Staatlichen Schulamts Pfaffenhofen

Schöne Ferien!


Nach einem mehr als turbulenten und ungewöhnlichen Schuljahr beginnen nun die Ferien - wie immer!

Wie immer hat jede Schülerin und jeder Schüler von der Lehrkraft ein Zeugnis überreicht bekommen.

Wie immer eine Rückmeldung, eine Würdigung über das vergangene Jahr.

Wie immer große Vorfreude auf die Ferien.


Und wie immer gibt es Zensuren, die stolz oder zufrieden sein lassen und leider immer wieder auch solche, die besser hätten sein sollen oder können.

Vermutlich mehr Schülerinnen und Schüler als sonst werden "auf Probe" vorrücken und bekommen die Möglichkeit, ihre Leistungen in den ersten Monaten noch einmal unter Beweis zu stellen. Manche werden ein Schuljahr wiederholen und können auf diese Weise ihre Lücken schließen. Für alle gilt es, sich die Zeugnisse genau anzusehen, in der Familie ruhig darüber zu sprechen und dann gegebenenfalls Pläne zu entwickeln, welche "Baustellen" gleich in den Ferien angegangen werden können. Müssen Vokabeln vertieft werden? Kann das eine oder andere Buch gelesen werden? Wie sieht es aus mit dem Einmaleins?

Und bei all diesen Überlegungen darf aber auch die Freude an den Ferien nicht zu kurz kommen - raus gehen, spielen, Radl fahren, Freunde treffen, Eis essen - alles, was dazu beitragen kann, sich zu erholen, neue Kräfte zu sammeln, damit man im Herbst (möglichst normal) und mit ganzer Kraft wieder starten kann.

Aber jetzt erst einmal: Schöne Ferien!


Aktuelle Informationen zur Schulberatung nach Pfingsten

Die Beratung geht ein Stück "normaler" weiter!


  • Ab dem 15.06.2020 besteht wieder vermehrt die Möglichkeit, die Beratungslehrkräfte und Schulpsychologinnen neben der telefonischen Beratung und dem Mailkontakt wieder zu persönlichen Terminen zu treffen, sofern ein persönlicher Kontakt zwischen Ratsuchenden und Beratern erforderlich ist. 
  • Tests können (unter bestimmten Voraussetzungen) bei schullaufbahnrelevanten Fragestellungen wieder durchgeführt werden.
  • Auch Lehrerfortbildungen und Fallbesprechungen/Supervisionen können unter Umständen wieder vor Ort statt finden.


Für alle persönlichen Kontakte gelten die Maßnahmen zum Infektionsschutz:

  • Kein Händeschütteln
  • Empfohlener Sicherheitsabstand von 1,5 bis 2 Meter; die Sitzgelegenheiten stehen weit genug auseinander.
  • Räume werden gründlich gelüftet zwischen und auch schon während der Termine
  • Es gelten die bekannten Regeln zur Händehygiene. Kinder waschen sich bitte vor Terminen die Hände.
  • Klienten bringen bitte Ihre eigenen Stifte, Taschentücher, Schreibunterlagen und einen eigenen Mund-Nasenschutz mit.
  • In den Beratungsstellen stehen sog. Spuckschutzwände zur Verfügung.
  • Es ist immer nur eine Person bzw. ein Paar bei der Beratung. Treffen mit anderen Klienten werden durch geeignete Terminvergabe vermieden.
  • Kontakt mit erkrankten Personen findet nicht statt: Wenn Eltern/Kinder erkältet sind, sich krank fühlen oder Husten, Durchfall haben, müssen Sie Ihren Termin absagen. Wir vereinbaren entweder einen Ersatztermin oder steigen auf Telefon um.
  • Die Beratung findet nur in ausreichend großen und gut belüftbaren Zimmern statt. 
  • Wenn Nähe in der Testsituation nicht vermieden werden kann, dann benutzen wir einen Mund-Nase-Schutz.
  • Kontaktintensive Testverfahren können derzeit nicht durchgeführt werden. 


Alle Beratungslehrkräfte und Schulpsychologinnen können Sie erreichen - telefonisch oder per Mail!

Bitte beachten Sie die Telefonsprechzeiten!


Aktuelle Informationen zum Unterrichtsbetrieb finden Sie unter https://www.km.bayern.de/


Freiwilliges Wiederholen einer Jahrgangsstufe

In den letzten Wochen treten bei immer mehr Eltern und Schülern Zweifel auf, ob das Schuljahr geschafft wird, ob Lücken beim „Lernen zuhause“ nicht zu groß wurden, ob das häusliche Engagement ausreichend war etc.. Darüber hinaus sehen Eltern durch die intensive und lange Lernzeit daheim sehr deutlich die Lücken im Lern- und Arbeitsverhalten sowie in den schulischen Grundkenntnissen, die sonst eher im Unterricht beobachtet wurden.

Für manche Eltern ergibt sich daraus der Wunsch, ihr Kind freiwillig eine Jahrgangsstufe wiederholen zu lassen. Als Begründung dafür wird mitunter die Corona-Pandemie angegeben.

Diese Anträge müssen sehr individuell gesehen werden: Können die entstandenen Lücken geschlossen werden? Sind die Rückstände im Klassenvergleich eklatant? Haben sich die deutlichen Lücken bereits  im Laufe des ersten Halbjahres / der Vorjahre aufgebaut? Wie ist die soziale Stellung im Klassengefüge? Wie wirkt sich die Entscheidung auf die Persönlichkeit und die Motivation des Kindes aus?

Alle Lehrkräfte werden in diesem und im kommenden Schuljahr die Aufgabe zu lösen versuchen, die Kinder nach dem „Lernen zuhause“ individuell abzuholen, entstandenen Lücken der Schülerinnen und Schüler zu schließen und die Voraussetzungen für ein schulisches Fortkommen zu sichern. Den Entscheidungen muss immer eine intensive Rücksprache und Beratung durch die Klassenleitung (evtl. auch durch die Schulberatung) vorausgehen, da oft andere Motive z. B. (Zukunfts-)Ängste hinter den Plänen stehen, denen es zu begegnen gilt.

Für das freiwillige Zurücktreten gelten folgende rechtliche Grundlagen der Grund- und Mittelschulordnung:

§ 14 (1) GrSO

§ 17 (1) MSO

(1)  1Auf Antrag der   Erziehungsberechtigten können Schülerinnen oder Schüler freiwillig   wiederholen oder spätestens zum Schulhalbjahr in die vorherige Jahrgangsstufe   zurücktreten.  2Die Entscheidung trifft die Lehrerkonferenz   unter Würdigung der schulischen Leistungen der Schülerin oder des Schülers.

(1)  1Auf   Antrag der Erziehungsberechtigten können Schülerinnen oder Schüler freiwillig   wiederholen oder spätestens zum Schulhalbjahr in die vorherige Jahrgangsstufe   zurücktreten.  2Die Entscheidung trifft die Lehrerkonferenz   unter Würdigung der schulischen Leistungen der Schülerin oder des   Schülers.  3 Art. 38 BayEUG bleibt unberührt.

 

Ablauf 

Die Eltern beantragen den nochmaligen Besuch der gleichen Jahrgangsstufe formlos bis zu zwei Wochen nach Aushändigung des Jahreszeugnisses.

Mögliche Gründe

Zu einer freiwilligen Wiederholung bzw. zum Rücktritt berechtigt ein Leistungsabfall infolge

-         langer Erkrankungen oder Unfälle

-         ernster Krisen im Elternhaus (z.B. Scheidung)

-         Ortswechsel (Zuzug aus einem anderen Land der Bundesrepublik Deutschland)

-         Reifungsverzögerung

-         einseitiger Leistungsausfall

-         das Aufholen eines generellen Rückstandes, wenn die Aussicht besteht, dass dadurch künftig eine störungsfreie Schullaufbahn gewährleistet wird

Die  Entscheidung

wird von der Lehrerkonferenz unter Würdigung der schulischen Leistung des Schülers in pädagogischer Verantwortung getroffen und bleibt in allen Fällen eine pädagogische Einzelfallentscheidung. Die Entscheidung ist ein Verwaltungsakt, gegen den die Erziehungsberechtigten Widerspruch einlegen können.

                  Ferner muss darauf hingewiesen werden, dass ggf. eine Schulzeitverlängerung zur Erreichung des Schulabschlusses beantragt werden muss.


Aussagen des KM

Laut KM (https://www.km.bayern.de/allgemein/meldung/6945/faq-zum-unterrichtsbetrieb-an-bayerns-schulen.html#allgemeines-unterrichtsbetrieb) sind „für alle Schülerinnen und Schüler, für die ein Vorrücken nicht möglich ist, Entscheidungen über ein Vorrücken auf Probe zu treffen. Dabei wird die im Einzelfall zu Leistungsminderungen führende erhebliche Beeinträchtigung infolge der COVID-19-Pandemie in besonderem Maße gewichtet, auch hinsichtlich der Erwartung, ob die entstandenen Lücken geschlossen werden können, und der Prognose, ob das angestrebte Bildungsziel erreicht werden kann.

Auch über die Möglichkeit des Wiederholens ist im Lichte der Beeinträchtigungen infolge der COVID-19-Pandemie zu entscheiden.“

  

 



In dringenden Fällen und auch wenn Beratungsfachkräfte erkrankt sind, wenden Sie sich bitte an die Beratungsstelle in Ernsgaden  - am besten über das Kontaktformular oder telefonisch.